Archiv für die Kategorie „Hintergrund“

Inflationsschutz durch Staatsanleihen gewährleistet?

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Bezugnehmend auf den letzten Artikel zur weltweiten Finanzkrise wollen wir heute einmal die dortigen Gedanken weiterspinnen: Legt man seine Szenarien und deren Wahrscheinlichkeiten zusammen, so stehen wir mit einer 70%igen Wahrscheinlichkeit vor einem Zeitraum mit höheren Inflationsraten.

Inflation – das bedeutet, dass Sie trotz Bankenkrise Ihre Ersparnisse nicht unter dem Kopfkissen aufbewahren sollten!

Eine gute Gelegenheit, einmal die verschiedenen Anlagemöglichkeiten auf ihren Inflationsschutz hin zu analysieren. (weiterlesen…)

Kann die Weltfinanzkrise noch aufgefangen werden?

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Der folgende Gastbeitrag wurde verfasst von Joachim Brunner, Herausgeber des Smallcap-Investor. Wer den folgenden Beitrag genauso spannend findet wie wir, dem sei geraten, sich für den kostenlosen wöchentlichen Email-Newsletter des Smallcap-Investor einzutragen!

Bis jetzt war bei meinen Vorträgen und Berichten über die Wirtschaftskrise immer noch sehr viel Theorie dabei bzw. werden viele gedacht haben, so schlimm wird es doch nicht kommen oder der übertreibt ja hoffnungslos. Nach dem derzeitigen Bankenkollaps in den USA und jetzt auch in Europa werden viele schon deutlich nervöser und daher möchte ich heute ein paar Zeilen und Gedanken auf Papier bringen, wie sich diese Situation auflösen könnte. (weiterlesen…)

Die Bombe im Bankensektor: Scharf oder Blindgänger?

Mittwoch, 2. Juli 2008

Als Abonnent des überaus empfehlenswerten Börsenmagazins “Smart Investor” habe ich vorgestern die neueste Ausgabe erhalten. Besonders interessant ist der dortige Artikel zum Thema Bankenkrise. Auch die Verfasser gehen davon aus, dass die Krise eben noch nicht überstanden ist und wir noch die eine oder andere Überraschung erleben werden.

Hier mal die Schlüsselgedanken, des Artikels:

  • staatliche Kontrolle des Bankensektors hat auf ganzer Linie versagt (besonders die Staatsbanken haben sich besonders heftig verspekuliert!)
  • europäische Großbanken haben eine extrem geringe Eigenkapitaldecke, so dass jedes schlagend werdende Risiko weitreichende Konsequenzen haben kann. Selbst US-Banken sind diesbezüglich im Durchschnitt besser aufgestellt
  • die Commerzbank hat einen EK/FK-Hebel von 40, die Deutsche Bank sogar von über 60! Im Vergleich: Hedge Fonds hebeln maximal 4-5fach das EK
  • Too-Big-To-Fail-Theorie ist leider Wirklichkeit: Wenn es wirklich hart auf hart kommt, hat noch kein Land der Welt eine große Bank alleine gelassen. Darauf können sich die Großbanken verlassen und reagieren dementsprechend noch aggressiver

Mein persönliches (absichtlich knappes) Fazit: Die Milliarden, die ins Finanzsystem gepumpt wurden, kommen letztendlich auf die gesamte Gesellschaft zurück, wenn zuviel Geld für zu wenig Wirtschaftsleistung im Kreislauf ist. Letztendlich werden die Risiken auf den Schultern der gesamten Bevölkerung abgeladen – für die Gewinne gilt leider nicht das gleiche. Wie sollen bitte Privatbanken eng an die Leine genommen werden, wenn selbst Staatsbanken nur halbherzig reguliert werden? Zuerst müssten “exotische” Aktivitäten der Staatsbanken stark zurückgefahren werden, um anschließend den privaten Häusern glaubwürdig klar zu machen, dass zukünftige Engagements bitte mit eigenem EK abzudecken sind und der Hebel dazu deutlich reduziert werden muss, falls man in Zukunft noch auf Staatsunterstützung hoffen möchte. So lange dies nicht passiert, werden wir noch die eine oder andere Bombe im Bankensektor detonieren sehen. Wahrscheinlich immer dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen!