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	<title>Aktien-Blog Spekunauten.de &#187; Finanzsystem</title>
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	<description>Neues aus dem Spekunauten-Universum</description>
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		<title>Kann die Weltfinanzkrise noch aufgefangen werden?</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 08:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienanalysen]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Bankenkrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzsystem]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Gastbeitrag wurde verfasst von Joachim Brunner, Herausgeber des Smallcap-Investor. Wer den folgenden Beitrag genauso spannend findet wie wir, dem sei geraten, sich für den kostenlosen wöchentlichen Email-Newsletter des Smallcap-Investor einzutragen! Bis jetzt war bei meinen Vorträgen und Berichten über die Wirtschaftskrise immer noch sehr viel Theorie dabei bzw. werden viele gedacht haben, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der folgende Gastbeitrag wurde verfasst von <strong>Joachim Brunner, Herausgeber des </strong><a title="Smallcap-Investor" href="http://www.smallcap-investor.de" target="_blank"><strong>Smallcap-Investor</strong></a>. Wer den folgenden Beitrag genauso spannend findet wie wir, dem sei geraten, sich für den kostenlosen wöchentlichen Email-Newsletter des Smallcap-Investor einzutragen!</p>
<p>Bis jetzt war bei meinen Vorträgen und Berichten über die Wirtschaftskrise immer noch sehr viel Theorie dabei bzw. werden viele gedacht haben, so schlimm wird es doch nicht kommen oder der übertreibt ja hoffnungslos. Nach dem derzeitigen Bankenkollaps in den USA und jetzt auch in Europa werden viele schon deutlich nervöser und daher möchte ich heute ein paar Zeilen und Gedanken auf Papier bringen, wie sich diese Situation auflösen könnte.<span id="more-19"></span></p>
<p><strong>Eine kurze Ursachenforschung!</strong></p>
<p>Die Ursache dieser Finanzkrise kann nicht nur an einem Punkt festgemacht werden. Es sind ein ganzes Bündel Maßnahmen, Reaktionen und Fehlverhalten, die dafür verantwortlich gemacht werden können:</p>
<p>Erstens ist die übermäßige Verschuldung der USA zu erwähnen. Die Amerikaner haben in den letzten 2 Jahrzehnten deutlich über ihre Verhältnisse gelebt (53.000 Mrd. US$ Schulden – ca. 1 x das BIP der Welt).</p>
<p>Zweitens wurden solche Schuldendimensionen erst durch die Politik des leichten Geldes von Alan Greenspan ermöglicht.</p>
<p>Drittens hatte der Markt keine Möglichkeit zu regulieren, denn jede Krise wurde durch noch mehr Geld weggeschwemmt.</p>
<p>Viertens wird durch die starke Globalisierung und immer neuer Finanzprodukte die ganze Welt in diese Schuldenproblematik hineingezogen. Stichwort Derivate (über 600.000 Mrd. US$ &#8211; ca. 11 x das Wirtschaftswachstum).</p>
<p>Allgemeine US-Probleme wie Kriege, Misswirtschaft usw. wollen wir hier einmal gar nicht berücksichtigen.</p>
<p>Kommt es daher zu einem Betriebsunfall (in diesem Fall die Immobilienblase), beginnt sich das ganze System aufzulösen, wenn es nicht durch noch mehr Geld aufgehalten wird.</p>
<p><strong>Welche Möglichkeiten aber gibt es nun aus so einer Krise?</strong></p>
<p><em>Alles wird gut und nichts ist passiert!</em></p>
<p>Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass alle Maßnahmen (US-Rettungsplan, Anwerfen der Gelddruckmaschinen rund um die Welt, Konjunkturprogramm, höhere Regulierungsmaßnahmen usw.) ausreichen und wie durch ein Wunder die Krise überwunden wird. Die Folge wäre, dass vor allem die USA mit einer hohen Inflation (wahrscheinlich 2stellig – offiziell im mittleren einstelligen Bereich) und einem niedrigen Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren auskommen müssten. Für die US-Aktienmärkte würde das eine länger andauernde Abschwächung bedeuten; die europäischen Aktienmärkte könnten sich jedoch nach einer Schwächephase wieder deutlich besser entwickeln. Die USA sind folglich nicht mehr die Wirtschaftsmacht Nummer 1 (was sie genau genommen auch jetzt nicht mehr sind und wahrscheinlich auch nie wieder sein werden) und der US- Dollar verliert an Bedeutung, die Rohstoffe können nach einer Phase der Stagnation wieder deutlich zulegen. <strong>Wahrscheinlichkeit 10 %</strong></p>
<p><em>Es kracht, aber wir schaffen das!</em></p>
<p>Einige Banken kollabieren noch in den USA und auch in Europa und Japan gibt es ernsthafte Probleme. Die Krise bleibt jedoch unter Kontrolle, die Bürger verhalten sich ruhig und auch die Vertrauenskrise in das Papiergeld bleibt überschaubar. Aufgrund Unsicherheiten auf der Kreditseite wollen die Banken ihr Risiko minimieren und erschweren Kreditaufnahmen. Damit wird die Konjunktur massiv belastet und es kommt in Folge zu einer starken Rezession in den USA und Europa. Jedoch gegen Ende des zweiten Halbjahres 2009 fängt sich die Wirtschaft wieder und die Banken sind bei der Kreditvergabe wieder offensiver. Durch die massiven Geldmittel, die Notenbanken in den Markt gegeben haben, dreht sich das im Frühjahr 2009 anfänglich deflationäre Umfeld in ein inflationäres. Aber auch die Inflation stabilisiert sich 2010 bei gut 4 bis 5 Prozent. Danach ist die Krise großteils überwunden, jedoch mit massiven Einschränkungen / Regulierungen für die Finanzbranche. Die Aktienmärkte bleiben sehr nervös, wenn auch der vorherrschende Trend am Anfang noch negativ ist. Erst gegen Ende 2009 kann sich ein Boden ausbilden, der dann mit besseren Konjunkturzahlen in einen positiven Trend übergeht und durch die hohen Geldmittel, die in den Markt gepumpt wurden, wird es teilweise zu sehr starken Kursausschlägen nach oben kommen. Gerade zu Beginn dieses Szenarios ist Gold und Silber der Hoffnungsträger vieler Investoren, dementsprechende Kursentwicklungen folgen. <strong>Wahrscheinlichkeit 30 %</strong></p>
<p><em>Der Fastzusammenbruch des ganzen Finanzsystems bringt die Wirtschaft an den Abgrund!</em></p>
<p>Die Banken fallen wie Dominosteine, die Krise dehnt sich zuerst auf Europa und dann auf Asien, hier vor allem Japan, weiter aus. Die Regierungen versuchen mit Rettungspaketen, Konjunkturprogrammen, Regulierungsvorschriften usw. dagegen anzukämpfen. Sie geraten aber, nachdem die Derivateblase auch geplatzt ist, massiv in Schwierigkeiten. Sie müssen einen Teil des Finanzsystems kollabieren lassen und versuchen einen stabilen Kern zu erhalten. Durch die eingeschränkte Kreditvergabe (Credit-crunch) wird die Konjunktur massiv belastet. Trotz niedriger Notenbankzinsen kommen keine billigen Kredite mehr in den Markt. Die Anleger ziehen massiv Geld aus den Banken ab und horten es bzw. investieren in Gold und Silber. Die Konjunktur bricht massiv ein und das belastet wiederum die Banken und natürlich auch die ganzen Staatshaushalte. DEFLATION kommt auf &#8211; die Notenbanken gehen zu einer extrem expansiven Geldpolitik über. Dies führt zu einem Konjunkturaufschwung, jedoch wandelt sich durch die expansive Geldpolitik die DEFLATION nach gut einem Jahr in eine INFLATION, allerdings in einem Ausmaß, das die Notenbanken und die Wirtschaftsexperten nicht erwartet hatten. Die Zinsen werden massiv erhöht, wodurch die Inflation in den Griff bekommen wird, jedoch leider auch die Wirtschaft wieder zusammenbricht. Danach beruhigt sich die ganze Lage und mit der Politik der kleinen Schritte beginnt das Spiel von Neuem. Die Aktienmärkte brechen am Anfang massiv ein, in der Deflationsphase, wo die Wirtschaft am Boden ist, beruhigt sich der ganze Markt, jedoch auf sehr niedrigem Niveau. Ehemalige Großkonzerne gibt es zum Schnäppchenpreis. Rohstoffpreise halten sich noch gut, da die Nachfrage in Asien noch relativ stabil ist und auch die allgemeinen Konjunkturpakete stark auf die Infrastruktur abzielen und hier viele Rohstoffe benötigt werden. Gold und Silber laufen hervorragend, müssen jedoch nach der Stabilisierung (Notenbank erhöht massiv die Zinsen) wieder verkauft und in Aktien, Immobilien usw. umgetauscht werden. Am Ende dieses Umbruchs muss man wieder Aktien kaufen. <strong>Wahrscheinlichkeit 40 %</strong></p>
<p><em>Totaler Kollaps des Systems!</em></p>
<p>Das Finanzsystem bricht durch den Zusammenbruch des derivativen Marktes zusammen. Der Staat führt eiligst ein neues Bankensystem ein und verstaatlicht den Rest des noch intakten Systems. Der Dollar kollabiert und verliert gegen die anderen Währungen massiv. Gold wird verboten und das Volk wird aufgerufen, sein Gold abzugeben. Ein neuer Goldstandard wird eingeführt und daraufhin eine neue Währung ins Leben gerufen. Eine schwere Wirtschaftskrise / Depression hat die USA im Griff und auch Europa wird von dieser erfasst. Der Aktienmarkt bricht ein und verliert in der Spitze bis zu 90 %. Die Arbeitslosigkeit steigt in den 2stelligen Bereich und soziale Unruhen breiten sich aus. Europa ist nicht so schlimm betroffen. Es muss aber mit massiven Einschnitten des Wohlstandes gerechnet werden. Gold und Silber sind jene Anlageformen, die sich am besten entwickeln werden. Nach Jahren der Krise setzt sich langsam ein allgemeiner Aufwärtstrend durch. <strong>Wahrscheinlichkeit 10 %</strong></p>
<p><em>Gar keines von den oben genannten Szenarien trifft ein!</em></p>
<p>Natürlich kann es auch sein, dass die vorher beschriebenen Szenarien nicht eintreffen werden und stattdessen etwas ganz anderes Unerwartetes passiert. <strong>Wahrscheinlichkeit 10 %</strong></p>
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